Kreatives Schreiben lernen in der Schreibwerkstatt

„Heraus in eure Schatten, rege Wipfel“, so schrieb schon Johann Wolfgang von Goethe. Da nicht in jedem von uns ein kleiner Goethe steckt, haben wir, die ALLDI Teilnehmer, nach einem Weg gesucht, wie wir Techniken des Schreibens erlernen können.

Heute gibt es breite Kursangebote, um kreatives Schreiben zu erlernen. Uns war jedoch wichtig, dass wir es von jemandem lernen, der uns versteht, der unsere Sichtweise als Alleinerziehende kennt. Es sollte jemand sein, der sowohl das Talent des journalistischen Schreibens beherrscht als auch die Themen kennt, die uns im Alltag beschäftigen.  Wer könnte für diese Aufgabe geeigneter sein als Ute Thomsen, Journalistin und alleinerziehende Mutter eines Sohnes.

Wir verabredeten uns für den 28. September 2018 – wie gewohnt bei der hoelp in der Grabenstraße – wo wir auch sonst unsere Redaktionssitzungen abhalten. Frau Thomsen ist heute als Regionalteamleitung Nord des Regionalen Sozialen Dienstes des Kreises Dithmarschen tätig und schreibt gelegentlich noch journalistische Artikel für die Zeitung. Mittlerweile ist ihr Sohn erwachsen, aber sie kann sich noch gut an die Schwierigkeiten als alleinerziehende Mutter erinnern. Damals noch in Hamburg lebend ließen sich die Arbeitszeiten in der Redaktion einer Tageszeitung nicht mit denen von Kindergärten vereinbaren. Sie wäre zusätzlich auf eine hochflexible Tagesmutter angewiesen, die auch der Großstadtmetropole schwer zu finden sind. Aus diesem Grund nahm sie das Angebot ihrer Eltern an, sie bei der Betreuung ihres Kindes zu unterstützen, und zog zurück in ihr Dithmarscher Heimatdorf. Bevor sie sich dann beim Kreis Dithmarschen beworben hat, war sie einige Jahre freiberuflich tätig.

Wir sind Frau Thomsen sehr dankbar, dass sie ihre persönliche Geschichte mit uns geteilt hat. Sie ist ein gutes Beispiel dafür, dass man als Alleinerziehende alles schaffen kann, wenn an die richtige Hilfe zur richtigen Zeit erhält.

Aber nun genug geschnackt – schließlich wollten wir doch etwas lernen!

Frau Thomsen lehrte uns das 1 x 1 des guten Journalisten so:

Die fünf W-Fragen sollte der Schreiber stets beantworten, um dem Leser eine ansprechende Lektüre anzubieten.

Wer? Wann? Wo? Was? Warum?

Substantivierungen vermeiden und „aktiv“ schreiben, d. h. vor allem Verben benutzen.

Auch kurze prägnante Sätze geben dem Leser halt und überfordern ihn nicht.

Zwei weitere wichtige Regel sind das positive Formulieren und das Vermeiden von Füllwörtern.

Wir müssen noch etwas üben, um unsere neu erlernten Schreibkenntnisse in Texten anzuwenden, aber wir sind hochmotiviert, es umzusetzen.

Wir bedanken uns bei Ute Thomsen recht herzlich für ihre Offenheit, Geduld und den Spaß, den wir an diesem Nachmittag mit ihr haben durften.

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